OBI braucht den Tarifvertrag!

Ostersamstag: Erneute Streiks bei OBI in Sachsen und Thüringen

An einem der verkaufsstärksten Tage in der Baumarktbranche wird heute erneut in den OBI Märkten von Erfurt, Dresden, Radebeul, Pirna und Ottendorf-Okrilla gestreikt.

„Nach der guten Beteiligung an den Streiks bei OBI am Gründonnerstag wurde auf den Streikversammlungen für Samstag ein erneuter Streik beschlossen“, informiert Streikleiter Jörg Lauenroth-Mago. „OBI zahlt vielen Beschäftigten seit über 20 Jahren zu wenig. Mehrere Hundert Euro fehlen den Mitarbeiter/Innen jeden Monat. Sie wollen dies nicht länger hinnehmen, deshalb  beteiligten sich am Gründonnerstag viele zum ersten Mal am Streik. Wir fordern eine faire Bezahlung nach dem Einzelhandelstarifvertrag“.

„Pro Beschäftigten und Monat nimmt die OBI Geschäftsführung den Beschäftigten 290 Euro und bereichert sich damit unrechtmäßig“, beklagt die ver.di Streikleiterin für Dresden, Sonja Zimmer. „Gut, dass sich so viele am Streik beteiligen, damit wird klar, die Beschäftigten haben es satt, immer mehr Stress bei schlechter Bezahlung.“

„Die Verkäufer/Innen und Lagerarbeiter/Innen sind hoch motiviert und machen einen guten Job, diese Arbeit hat ihren Preis. Unter Tarif geht gar nichts. Wenn OBI nicht bald an den Verhandlungstisch kommt, wird es einen heißen Sommer bei OBI geben“, so der ver.di Streikleiter für Erfurt, Volker  Olitzsch.

„Schon Gründonnerstag gab es erhebliche Behinderungen in den bestreikten OBI-Märkten, dass wird heute noch schlimmer werden. Die Kunden sollten sich bei der OBI-Geschäftsführung beschweren. Die OBI-Beschäftigten arbeiten gerne, doch Ihnen bleibt keine andere Wahl, als auch an solchen sensiblen Tagen zu streiken.“

„Der Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels muss für alle Beschäftigten im Handel gelten, nur so kann Wettbewerbsgleicheit hergestellt werden. Am besten wäre, die Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Das ist eine unserer zentralen Forderungen an den Arbeitgeber und die Politik für die Tarifrunde 2017“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago abschließend. 

 

Beschäftigte aus Dresden-Weißig, Radebeul, Erfurt-Süd, Sömmerda und Halle während kämpferischer Mittagspausen.

ver.di Kampagnen